Aus der Welt zwischen zwei Sprachen

  • Rettung der ursprünglichen amerikanischen Sprachen
    Ein Drittel der ursprünglichen amerikanischen Sprachen, die auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten vor der europäischen Kolonisation existierten, sind mittlerweile ausgestorben. Die übrigen 192 sind im unterschiedlichen Maß bedroht. Im Jahr 2008 starb der letzte Muttersprachler von Eyak, einer Sprache, die auf Alaska gesprochen wurde. Und 40 Sprachen in Kalifornien und Oklahoma haben heute weniger als 10 Muttersprachler. Indigene Sprachen NordamerikasNordamerika ist sprachlich sehr vielfältig. Es können bis zu 52 Sprachfamilien festgestellt werden. Nach einer Klassifikation werden die ursprünglichen nordamerikanischen Sprachen in 6 Sprachstämme eingeteilt: Algischen, Aztekisch-Tano, Hoka-Sioux, Mosanischen, Na-Dené, Penuti. Außerdem bestehen zahlreiche isolierte Sprachen. (mehr …)
  • Kanadischer Trend: Zweisprachigkeit
    Die kanadische Volkszählung 2011, deren Ergebnisse in diesen Tagen publiziert wurden, bestätigte den Trend der vergangenen Volkszählung: Die Zahl der Sprecher anderer als der beiden offiziellen Sprachen stieg zu Lasten des Französischen an. Stopp-Schild in OttawaDie Muttersprachen der 33,1 Mio. Einwohner Kanadas sind zu 57,8 % Englisch, 21,7 % Französisch – beides die offiziellen Landessprachen – und zu 20,6 % eine von zweihundert weiteren Sprachen. Es steigt die Zahl bilingualer Sprecher: 17,5 % der Population spricht zu Hause mindestens zwei Sprachen, davon nur 1/4 die offiziellen Landessprachen. Es überwiegt die Kombination Englisch + eine der Einwanderersprachen: chinesische Sprachen, Pandschabi, Spanisch, Arabisch, Tagalog und weitere. (mehr …)
  • Sprachprobleme in Turin
    Die Organisation der Olympischen Winterspiele funktioniert gut. Das einzige große Problem, dem man immer wieder begegnet, sind Verständigungsschwierigkeiten. Obwohl der Gemeinderat mehrwöchige kostenlose Englischkurse vor den Spielen organisierte, ist die Kommunikation mit Taxifahrern, Kaufleuten und freiwilligen Helfern oft schwierig, weil viele mit Ausländern nur gebrochen Englisch sprechen oder mit Händen und Füßen kommunizieren. Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Turin (mehr …)
  • Wort des Jahres in der Schweiz 2009: Minarettverbot

    Eine aus Medienvertretern zusammengesetzte Jury wählte das Wort des Jahres 2009 in der Deutschschweiz.

    Für großes Aufsehen sorgte weltweit das Ergebnis des Referendums, welches das 'Minarettverbot' auf dem Gebiet der Schweiz durchsetzte. Diese Wortverbindung, mit dem die Schweizer den deutschen Wortschatz bereicherten, wurde auch zum Schweizer Wort des Jahres gewählt.

    Wort des Jahres 2009 in der Schweiz: Minarettverbot
    Schweizer Wörter des Jahres 2009:
    Minarettverbot
    Schweinegrippe
    Bankgeheimnis
    Unwort des Jahres:
    VentilklauselUnwort des Jahres:
    Ventilklausel
    Satz des Jahres:
    "Ich bin nicht gut integriert in der Schweiz – ich bin Schweizer!"
    Jugendliches Wort des Jahres:
    Sbeschtewosjehetsgits (das Beste, was es überhaupt geben kann)

    Die weiteren Wörter 'Schweinegrippe' und 'Bankgeheimnis' waren in diesem Jahr ebenfalls überwiegende Themen in den Schweizer Medien.
    Zum Unwort wurde die 'Ventilklausel' gewählt, welche die Regelung der Ein- und Auswanderung der Personen aus der Europäischen Union in die Schweiz bezeichnet – sowohl im Zusammenhang mit der Freizügigkeit als auch mit der Wirtschaftskrise.
    Der Satz des Jahres kommt aus dem Mund eines Schweizer Spielers fremder Herkunft im U17-Team, das die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hat.
    Das jugendliche Wort des Jahres ist aus dem Basler Dialekt übernommen (S'Beschte wo's je hät's git's) und stammt aus einer Fernsehreportage über Partys auf dem Land. Es bezeichnet etwas sehr Positives.

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  • Kultfilm mit Übersetzungsnuss (die geknackt werden muss)
    Der tschechoslowakische Film aus dem Jahr 1974 "Jáchyme, hoď ho do stroje" (Deutscher Titel: Horoskop aus dem Computer; übersetzter tschechischer Titel: Joachim, rein damit) bereicherte die tschechische Sprache um zahlreiche scherzhafte sprachliche Wendungen, die bis heute alltäglich im Gebrauch sind. Uko Jeshita wird irrtümlicherweise abgeführt, der Dolmetscher (rechts) sorgt für Verständigung. (mehr …)