Aus der Welt zwischen zwei Sprachen

  • Österreichisches Wort des Jahres 2012: Rettungsgasse
    Seit dem 1. Januar ist die Bildung einer Gasse für die Durchfahrt von Rettungs- und Polizeifahrzeugen in Österreich Pflicht. Die Rettungsgasse wurde zum großen Thema in den lokalen Medien und mit großem Abstand auch das österreichische Wort des Jahres 2012.
    Wörter des Jahres 2012 in ÖsterreichDie Rettungsgasse ist in Österreich seit dem 1. Januar Pflicht Wort des Jahres 1. Rettungsgasse 2. Schulschwänzbeauftragter 3. präfrustriertUnwort des Jahres 1. Unschuldsvermuteter 2. Pleitegriechen 3. Anfütterungsverbot Jugendwort des Jahres leider geil Ausspruch des Jahres "Ich trete nicht zurück, ich mache den Weg frei." Unspruch des Jahres "Das ist mir nicht erinnerlich."
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  • Der Autor der hochdeutschen Aussprache ist vor 150 Jahren geboren
    Während sich die Rechtschreibung in Deutschland seit dem 18. Jahrhunderts größtenteils stabilisierte, sprach jedermann bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Es fehlte eine einheitliche Aussprachenorm, so dass der Kaiser Berlinisch sprach und der sächsische König mit einem starken regionalen Akzent. Auch Intellektuelle sprachen wenn nicht direkt Dialekt, dann wenigstens mit einer starken Lokalfärbung. Der Germanist Theodor Siebs (1862–1941) nahm sich der Aufgabe an, eine einheitliche deutsche Theodor SiebsAussprache zu schaffen. Sein fachkundiger Wirkungskreis war umfangreich: er war Begründer der Frisistik, unterrichtete deutsche Literatur, beschäftigte sich mit der Kirchenmusik, Folkloristik, Volksliedern, Dialektologie, gab heraus oder beteiligte sich an der Herausgabe von Wörterbüchern, einer Sagensammlung und vielen weiteren Werken. Seine Familie stammte aus Friesland, er selbst kam in Bremen zur Welt. Siebs studierte und verweilte in verschiedenen Teilen Deutschlands: in Tübingen, Leipzig, an der Ostseeküste in Greifswald und im schlesischen Breslau. (mehr …)
  • Ikeas Sprachprobleme in Thailand
    Der schwedische Möbelkonzern expandiert auf neue Märkte und kämpft mit einem alten Problem – die skandinavischen Namen seiner Produkte können in anderen Sprachen oft pejorative Bedeutungen haben. In Thailand arbeiten deshalb im Auftrag von Ikea Fachleute, die die Produktnamen anpassen, damit es zu keinen ungewollten Zweideutigkeiten kommt. Beinahe vier Jahre dauerte dieser Prozess, bei dem sich Ikea auf den Markteintritt vorbereitet hat. Bei etlichen Namen wurden die Laute angepasst. Ikea
    Beispiele von Namen, die geändert werden mussten Redalen (Bett) – norwegische Stadt; jemanden fast ins Bett bekommen Jättebra (Topf) – fantastisch; grober Ausdruck für Sex
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  • Erste überregionale Zeitung in Zulu
    Sunday Times, eine südafrikanische Zeitung mit 104-jähriger Tradition, erscheint seit Neuestem in einer zulusprachigen Mutation. Die kleinere Schwester der großen englischsprachigen Zeitung geht mit 10 Tsd. Exemplaren auf 28–32 Seiten an den Start und erscheint in gewohnter Aufmachung, abgesehen von den Stellenangeboten und dem Fernsehprogramm, vollständig in Zulu. In erster Phase werden hauptsächlich die Artikel aus der englischen Ausgabe von professionellen Übersetzern übersetzt, deren Arbeit noch editiert wird. Das bringt Nachteile mit sich: Zum einen müssen die Texte in Zulu gekürzt werden, da sie um 15 % mehr Platz beanspruchen als die englischen Texte, und zum anderen brauchen die Übersetzer Zeit für ihre Arbeit, so dass Eilmeldungen keinen Platz mehr im Blatt finden. (mehr …)
  • Kanadische Rechtschreibung von vielen Seiten bedroht
    In der Gesamtpopulation Kanadas von 33,4 Millionen Einwohnern sprechen mehr als 26 Mio. Englisch, wovon 17 Mio. Muttersprachler sind. Als Mitgliedsstaat von Commonwealth steht Kanada unter britischem Einfluss – auch im Bereich der englischen Rechtschreibung. Andererseits ist es nicht zuletzt wegen seiner geografischen Lage auch von der amerikanischen Orthografie beeinflusst. Kanada (mehr …)