- Newspeak – utopische Sprache aus Orwells Roman 1984
Newspeak, die Amtssprache des totalitären Staates Ozeanien aus dem Roman 1984 von George Orwell, sollte den sog. Oldspeak ersetzen, das gegenwärtige Englisch. Für die neue Sprache war ein Hochmaß an Vereinfachung und Beschneidung des Wortschatzes auf eine begrenzte Anzahl von Wörtern und Beseitigung von ihren Nebenbedeutungen charakteristisch, damit das Denken der Menschen einfacher gesteuert und manipuliert werden kann. Kenntnisse von Fremdsprachen waren in Ozeanien übrigens verboten, damit niemand mit Ausländern kommunizieren konnte.
Beispiele von Newspeak-Begriffen
(in Klammern Neusprech/Neusprache in deutscher Übersetzung)
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doublethink (Doppeldenk/Zwiedenken) – an zwei gegenseitig widersprüchliche Meinungen glauben
facecrime (Gesichtsverbrechen) – eine ungehörige Miene machen (z. B. eine misstrauische, wenn ein Sieg angekündigt wurde)
free (frei) – frei von etw. (im Sinne politisch oder geistig frei gibt es keinen entsprechenden Ausdruck mehr)
goodsex (Gutsex) – Geschlechtsverkehr, dessen einziges Ziel Zeugung von Kindern ist, ohne körperliche Wollust der Frau
Miniluv (Minilieb) – Ministerium für Liebe
Minipax – Ministerium für Frieden
Miniplenty (Minifülle) – Ministerium für Fülle
Minitrue (Miniwahr) – Ministerium für Wahrheit
Thinkpol (Denkpoli/Denkpol) – Polizei, die über ein Spitzelnetz und elektronische Überwachung Gedankenverbrecher bekämpfte
thoughtcrime (Undenk/Deldenk) – Gedankenverbrechen
ungood (ungut) – schlecht
vaporize (vaporisieren) – beseitigt und aus allen Registern gelöscht werden (von Verhafteten) - Wikipedia für PDA jetzt noch größer
Die freie Enzyklopädie Wikipedia wächst ständig. Die deutsche Ausgabe der freien Enzyklopädie umfasste zum 20. März 2006 bereits ca. 360 000 Artikel zu über 540 000 Stichwörten und ist in Version 1.8 jetzt wieder in einer Mobipocket-Version für Taschencomputer zugänglich. Der Speicherbedarf beträgt mittlerweile 560 MB, so dass eine 1 GB-Speicherkarte die Mindestanforderung ist.

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- Einheitliche Sprache oder Mehrsprachigkeit?
Zwei Ökonomen Victor Ginsburgh und Shlomo Weber beschäftigten sich mit den ökonomischen Auswirkungen der EU-Mehrsprachigkeit. Ihre Ergebnisse fassten sie im Buch "How Many Languages Do We Need?" zusammen.
Zurzeit hat die EU mit 27 Mitgliedstaaten insgesamt 23 Amtssprachen. Häufiger Vorschlag, nur in Englisch zu kommunizieren, stößt auf das Problem, dass nur ein Drittel der EU-Bürger passable Englischkenntnisse hat. Zwei Drittel sind also schlechter dran, so dass sie benachteiligt wären – und Sprachbarrieren stellen ein Hindernis für den Zugang zu politischen, juristischen und wirtschaftlichen Prozessen dar. Mit anderen Worten ist die Sprache der Schlüssel dafür, ob sich die Bürger an diesen Prozessen beteiligen können.Die Autoren beschäftigten sich mit der Kernfrage, was günstiger ist: eine einheitliche Sprache oder Vielsprachigkeit?
(mehr …) - Unwort des Jahres 2006 in Deutschland: Freiwillige AusreiseWie jedes Jahr wurde von einer Jury aus Sprachwissenschaftlern in Deutschland das Unwort des vergangenen Jahres bekanntgegeben. Dieses Jahr hat sie unter 1130 Vorschlägen die Wortverbindung "freiwillige Ausreise" ausgewählt. Der Begriff bezieht sich auf abgewiesene Asylbewerber, die vor einer Abschiebung "freiwillig" heimkehren.Unwörter des Jahres 2006 freiwillige Ausreise Konsumopfer Neiddebatte(mehr …)
- Älteste deutsche Wörter sind im Pergament eingeritztMönche haben im 8. Jahrhundert die ersten Einzelwörter in deutscher Sprache geschrieben.
Ihre privaten Notizen in Form von Einritzungen auf alten Pergamenten mit lateinischen Texten dienten häufig zur Übersetzung von unbekannten Wörtern in der Handschrift. Die Bedeutung dieser neulich entdeckten versteckten Glossen ist immens: sie sind um ein halbes Jahrhundert älter als die ältesten überlieferten althochdeutschen Schriftdenkmäler und zeigen die ursprünglichste Form der deutschen Sprache überhaupt.
Mit der Niederschrift dieser Griffelglossen fängt das Deutsche im 8. Jahrhundert überhaupt an, eine Schriftsprache zu werden. Damals waren die Mönche die einzigen, die lesen und schreiben konnten. In den Schreibstuben der Kloster kopierten sie zahlreiche Bibeln, liturgische Bücher und Werke antiker Autoren. Mit der Verbreitung des Christentums verbreitete sich auch Deutsch als Schriftsprache.
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